Wasteland Pak-9

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Das wir große Fan`s der Chiappa Pak-9 sind ist hinlänglich bekannt.
Wir hatten vor genau einem Jahr schon einen Beitrag über diverse Umbauten gebracht (siehe Blog-Beitrag von 07.08.2018).
Jetzt haben wir allerdings noch mal eine Schippe drauf gesetzt.
Schon lange wollten wir eine Waffe in „Mad Max“ Manier bauen und wir glauben, dass uns das auch ganz gut gelungen ist.
Wir waren in unserem letzten Umbau weder mit der Schulterstütze, noch mit dem Handschutz, wie auch mit den Beretta Magazinen zufrieden.
Genug gelabert, fangen wir an!

Vom Schwierigkeitsgrad her legen wir mit dem Handschutz los.
Der originale Plastik Handschutz der Pak-9 dient nicht nur dem Schutz, sondern er trägt auch den Magazinhalter.
Das Teil ist der absolute Graus, sieht furchtbar aus und ist aus billigstem Material.
Also haben wir uns einen modernen Aluminium Handschutz einer AK47 aus dem Zubehör besorgt, selbigen gekürzt, eingepasst und mit 2 Schrauben an der Waffe befestigt. Ein Handstop hinter der Mündung, rundet das Ganze ab.
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Da der originale Handschutz ja auch der Magazinaufnahme dient, ergab sich auch schon das nächste Problem.
Die Chiappa wird auf AK47 Receivern gebaut, somit kann sie theoretisch auch AK Magazine aufnehmen.
AK Magazine in 9mm Luger gibt es nicht, also muss man die beiden Haltenasen dieser Magazine auf ein entsprechendes Magazin übertragen.
Lange haben wir nach passenden Magazinen mit folgenden Eigenschaften gesucht: double stack, single feed, Metal.
Nach längerer Recherche sind wir auf Suomi und PPSH 41 Magazine gestoßen.
Wir haben uns dann für die PPSH 41 Variante entschieden. Die Teile sind gekrümmt (sieht einfach besser aus), außerdem werden die Magazine auch schon für andere 9mm Luger umbauten genutzt.
Die PPSH 41 hat nämlich im original Zustand das Kaliber 7,62×25mm, allerdings ist es seit langem gängig die Waffen auf 9mm Luger umzubauen. (Die FA Niedermaier macht das z.B.)
Wie zu erkennen ist, ist keiner von uns professioneller Schweizer, who cares? Wir bauen hier Schließlich eine Wasteland Waffe!
Das Trommelmagazin war schon eine größere Aufgabe, denn man musste einen größeren Weg bis zur Waffe überbrücken.
Hier haben wir ein ca. 3cm langes Endstück eines single stack Pistolenmagazines eingeschweißt, das war günstig und lief ganz gut.
Wir belassen immer 2 Dummypatronen in der Trommel und füllen sie maximal mit 65 Schuss.
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Vom Werk aus kommend hat die Waffe keine Schulterstütze, sondern nur eine Riemenöse die hinten aus dem Receiver ragt.
Diese haben wir entfernt und das Loch geschlossen. Stattdessen wurde von einem Büchsenmacher eine AK74 Fallschirmjäger, bzw. underfold Schulterstütze verbaut.
Das Teil ist einfach genial, sieht super aus und macht genau was es soll. Zudem ist sie ein- und ausklappbar auch wenn ein Magazin in der Waffe steckt.
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Soweit zu den äußeren Werten. Was uns lange gestört hat war das Klappern des Gehäusedeckels. Das ist auch problematisch was die Genauigkeit angeht, denn die Kimme, bzw. in unserem Fall das Reddot, bewegen sich ja mit.
Also haben wir die Verschlussfederführung eines Galils verbaut. Diese ist hinten länger als bei einer AK, allerdings musste unten noch etwas Material aufgebracht werden um wirklich jedes Spiel zu eliminieren.
Selbige Federführung wurde vorne noch gekürzt, genau wie die Feder um sie auf das viel schwächere Kaliber abzustimmen.

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Alles in allem haben wir es nun mit einer völlig anderen Waffe zu tun. Das einzige Plastik was sich noch an der Waffe befindet, sind die Schutzkappen der Verstelltürme des Reddots, der Handstop und der Griff.
Wir haben jetzt an die 1500 Schuss mit dem Gerät durch und sind mit den Ergebnissen mehr als zufrieden.

© German Armory